Wecker: 06:00 Uhr
Frühstück: 08:00 Uhr im Atlantik Mediterran
Warum sind wir heute später frühstücken gegangen?
Unser Ausflug ging erst um 10:15 Uhr los und da haben wir die Chance genutzt und sind ins Atlantik Mediterran gegangen. Deshalb dorthin, weil dort das Frühstück am Tisch serviert wird. Einfach mal in Ruhe und nicht vom Büffet. Was soll ich sagen, es war herrlich. Natürlich auch sehr lecker. Wir haben uns noch ein Omelette bestellt und das war auch super lecker. Im Grunde wie alles hier auf dem Schiff.
Dann ging es ganz in Ruhe um kurz vor zehn nach unten zum Deck 2, dort sind wir rausgegangen, und straight ahead zum Bus 18. Dort ging es ganz pünktlich um 10:15 Uhr los.
Visby hat 23.400 Einwohner, Gotland selbst hat 60.000 Einwohner.
Wir haben erfahren, dass die Saison bereits so gut wie vorbei ist. Die Restaurants und Hotels schließen dieses Wochenende am 29./30.08.2026.
Gotland hatte dieses Jahr ca. 1 Million Touristen.
Was hier sehr beliebt ist, ist Schwimmen und der Strand. Es sind insgesamt 800 km Küste aufgeteilt auf Klippen und Sandstrände.
Es gibt hier außerdem Kalksteine mit vielen Fossilien die 400 Millionen Jahre alt sind. Und das, obwohl die Insel nur 10.000 Jahre alt ist. Das erklärt sich aus der Eiszeit, hier ist die Insel Gotland entstanden. Es war eine 2-3 km dicke Eisschicht, bis die Insel langsam hervorkam. Es war mal ein Korallenriff. Die Insel bewegt sich tatsächlich noch immer, 1mm in 10 Jahren.
Zwischendurch erfuhren wir noch, dass nach langem Hin- und her die Gotländer im Jahre 1160 Hansemänner wurden.
Nun sind wir nach all diesen Informationen bei einer für Gotland typischen Kirche angekommen. Sie ist 300 Jahre alt. Nicht die größte und hübscheste, aber eben typisch. So hat es uns der Guide erklärt. Um ca. 11:10 Uhr sind wir nach einem kurzen 20-minütigen Aufenthalt weitergefahren. Gebaut worden sind 92 Kirchen. Erfahren haben wir noch, dass die Kirchensteuer 2% beträgt.
Weiter ging es zu einer Grabstätte. Dieses Grab ist 3000 Jahre alt.
Von solchen Gräbern gibt es 230 Stück und sie sind mit größeren Steinen wie ein Schiff geformt. Je größer das Schiff, desto bedeutender der Mensch.
Wir sind ein ganzes Stück an der Steilküste Gotlands gefahren. Die Natur ist hier traumhaft schön und naturbelassen urwüchsig. Wir konnten sehr viele Kormorane auf den Felsen im Wasser sitzen sehen. Es hat einen Grund weswegen es hier so naturbelassen aussieht, denn es gibt hier ca. 200 Naturreservate. Damit es auch weiterhin so bleibt, wird es von Europa unterstützt.
So sind wir eine ganze Weile durch die wunderschöne Landschaft gefahren bis wir am Restaurant, wo es ein Mittagessen gab, angekommen sind. Der Ort heißt Sandhamn. Es gab Backfisch, Kartoffeln und Salat. Einen Nachtisch gab es auch und der war ja wohl mal saulecker. Ein kleines Stückchen Karottenkuchen mit einer kleinen Schicht Zimtsahne. Ich kann nur sagen, das war mal so richtig lecker. Dazu ein sehr guter Filterkaffee, das hat das Mittagessen schön abgerundet.
Nach dieser Pause die recht ausgiebig war, so etwas über eine Stunde, fuhren wir weiter durch die Landschaft mit dieser schönen Natur. Es sollte zu einem gruseligen Spot gehen. Zu einem Galgenplatz, ja genau, richtig gelesen. Dieser Galgenplatz diente in längst vergangenen Zeiten zum Erhängen diverser Verbrecher und die Erhängten blieben am Galgen hängen, als Abschreckung. Schon brachial, aber soll wohl geholfen haben.
Wo sollte es nun noch hingehen, nachdem wir Gruselstorys über diesen Platz gehört haben? Wir machten einen Abstecher in die Altstadt Visby‘s.
Sowohl auf dem Hinweg als auch auf dem Rückweg konnten wir die alte Stadtmauer bewundern. Sie ist an der niedrigsten Stelle 5 Meter hoch und an der höchsten 13 Meter. Angeblich sollen die 5 Meter ausgereicht haben um den Piraten Störtebeker und seine Truppe fernzuhalten. Das glaube ich ja mal gar nicht 😄
Auch sehr schön anzusehen, jedenfalls von außen, war die 801 Jahre alte Kirche. Sie stand direkt hinter der gewaltigen Stadtmauer. Anfänglich war diese Kirche deutsch, was sie heute ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht habe ich da nicht richtig zugehört? Sei’s drum.
Woran ich mich erinnere, ist, dass die Kinder mit sieben in die Schule kommen und die Hälfte der Energie kommt von Windenergie hier auf Gotland.
Was war noch so los? Ach ja, der Rundgang durch Visby. Wir begannen im Almedalen Park und haben verschiedenste Gassen durchquert. Durch einen Teil der Stadtmauer, am Süßigkeiten-Geschäft aus den Filmen von Pipi Langstrumpf vorbei, einem Weinkeller, einem alten Lagerhaus, welches später eine Apotheke wurde und wieder zurück.
Tja, und dann ging es zurück zum Schiff. So schnell gingen die 6 Stunden vorbei. Die Zeit verging tatsächlich wie im Flug.
Wir haben uns im Café Central noch einen Kleinen Braunen gegönnt und sind danach auf Deck 14 um das Auslaufen mitzuerleben. Das Schiffshorn der Mein Schiff ist gewaltig und erzeugt regelmäßig Gänsehaut-Feeling. Im Anschluss gibt es wie immer die Auslaufhymne von Unheilig gesungen und von James Last komponiert. Der Song ist, finde ich, gut gewählt, allein der Titel „Große Freiheit“ passt einfach.
Ach, habe ich fast vergessen. Heute Morgen war das Wetter das erste Mal auf dieser Reise eher durchwachsen. Es regnete, aber irgendwie hat uns das überhaupt nicht gestört.
Pünktlich zum Rundgang war es trocken. Nee stimmt nicht, ab der Mittagspause war es trocken. Die Sonne kam durch und so haben wir die Ausfahrt wieder im Sonnenschein erlebt.
Fazit des Tages: Ein sehr sehr schöner Tag mit so wundervoller und beeindruckender Natur. Der Guide hat uns mit viel Informationen versorgt und hat seine Sache wirklich gut gemacht. Btw, der Guide kam aus England, Cornwall und ist mit seiner Frau die aus Visby stammt und die er in England kennengelernt hat, vor 46 Jahren nach Gotland gezogen.









